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01.07.2026 - Countdown: #PflegeImFreienFall #DeutschlandWelchePflegeWillstDu
Noch 9 Tage. Angehörige pflegen. Die Bundesregierung kürzt ihre Rente.
Deutscher Pflegerat fordert die Rücknahme der geplanten Kürzung und eine verlässliche Absicherung und Unterstützung pflegender An- und Zugehöriger.
Der Deutsche Pflegerat e. V. (DPR) kritisiert die im Pflegeneuordnungsgesetz geplante Absenkung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige auf 70 Prozent. Menschen, die wegen der Pflege eines nahestehenden Menschen ihre Erwerbstätigkeit reduzieren oder unterbrechen, dürfen dadurch nicht zusätzlich bei ihrer eigenen Alterssicherung benachteiligt werden.
Pflegende An- und Zugehörige tragen einen erheblichen Teil der Versorgung in Deutschland. Sie organisieren den Alltag, koordinieren Termine und Leistungen, übernehmen pflegerische Aufgaben und stehen häufig über Jahre hinweg verlässlich zur Verfügung. Dafür verzichten viele auf Einkommen, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und eigene Erholungszeiten.
Wer heute Verantwortung für die Pflege eines anderen Menschen übernimmt, darf dafür morgen nicht mit Altersarmut bezahlen. Die geplante Kürzung ist sozialpolitisch falsch und gefährdet zugleich die häusliche Versorgung. Pflegende An- und Zugehörige sind kein Einsparpotenzial.
Bereits heute sind viele Familien körperlich, psychisch und organisatorisch stark belastet. Werden ihre soziale Absicherung und die vorhandenen Unterstützungsangebote weiter geschwächt, drohen Überforderung, gesundheitliche Krisen und ein früherer Abbruch häuslicher Pflegearrangements. Die daraus entstehenden Versorgungslücken können ambulante Pflegedienste, Tagespflegeeinrichtungen und Pflegeheime angesichts des bestehenden Personalmangels auch nicht kurzfristig auffangen.
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